Österreichischer Internetrat unter Beschuss

Wir freuen uns, dass der Österreichische Internetrat bereits wenige Stunden nach der Gründung ein derart breites mediales Echo erfährt. So warnt unter anderem der populäre östereichischer “Tweeper” Markus Pirchner vor uns:

internetrat

Allerdings stellte sich rasch heraus, dass nicht die Brisanz unseres Vorgehens die Zielscheibe war, sondern ein Virenscanner-Alarm:

ein österr. internetrat will mir followen. beim aufruf der website schlägt mein AV-Programm Alarm. anscheinend wird identity theft probiert

Der Generalsekretär versichert hiermit, dass es sich keineswegs um den Versuch eines Identitäts-Diebstahls verhindert. Der Österreichische Internetrat wird in Kürze auf seinem Codex Identitätsdiebstahl aufs schärfste schriftlich verurteilen und tut dies ideologisch bereits jetzt.

Wir bitten Herrn Markus Pirchner, uns den Hersteller seines AV-Programms zu nennen, damit wir eine Protestnote an denselbigen verfertigen können. Der Österreichische Internetrat protestiert aufs Schärfste dagegen, dass unsere Kritiker uns bereits in einer so frühen Phase mit derart unlauteren Mitteln schädigen möchten – aber zugleich zeigt dieser Fall in aller Eindrücklichkeit, wie dringend der Österreichische Internetrat gebraucht wird. Nur weil einmal jemand auf einer neuen Domain ein Blog schnell aufsetzt, muss kein Betrug im Spiel sein.

12 Kommentare zu „Österreichischer Internetrat unter Beschuss“

  • sondern ein? was denn? technischer fehler?

    Aber immerhin hat es euch gereicht, mit einen “unethischen Vorwurf” reinzutwittern.

    Bevor ihr mit der Ethikkeule ackern geht, solltet ihr vielleicht erst mal eure Hausaufgaben machen und Zielsetzung, Statuten und Mitglieder transparent machen.

    Ihr habt euch eine große Aufgabe gestellt, aber die Legitimation dazu müsst ihr euch erst noch verdienen. Dazu genügt eine Absichtserklärung nicht.

    Oder ist das eh nur alles Satire? (Wenn ich mir die “Professionalität” des Auftritts so ansehe, bin ich geneigt, das zu vermuten)

  • admin says:

    Unsere Kommunikation ist voller Missverständnisse! Der Vorwurf der Unethik ging an den Hersteller des Virenscanners.

    Der User ist ja letztendlich immer nur das Opfer, und dagegen wollen wir ankämpfen. Dass der Einsatz für ein ethisches österreichisches Internet als Satire empfunden wird, zeigt doch deutlich, wie schlimm die Dinge schon stehen. Wieviel mehr Legitimierung kann es noch geben?

  • Sebastian says:

    Nicht das Ziel braucht Legitimation, sondern dieser Verein.

    Einfach einen WordPress-Blog im Standard-Design und einem einzelnen Blogpost ohne irgendwelche Informationen ist zu wenig. Die Art und Weise, wie dieser “Internetrat” aufgezogen ist, lässt halt stark vermuten, dass alles nur ein Schmäh ist.

  • admin says:

    “ohne irgendwelche Informationen” ist eine böswillige Unterstellung. Gegenfrage: Macht ein anderes Design den Blog besser?. Sicher hätte wir warten könne, aber uns war es wichtiger, unsere Botschaft möglichst schnell an die österreichische Öffentlichkeit zu tragen.

  • MacManiac says:

    Hmm… also momentan und gemäß dem was ich hier lese, gibt es hier keine wirkliche Diskussion sondern vom Admin bzw. dem Besitzer bzw. den Organisatoren nur ein “zurückschießen” aus dem sich nicht wirklich etwas produktives ergeht.

    Gesetzt den Fall, daß es sich hier um eine richtige und ernstgemeinte Internetpräsenz handelt, ist diese nicht ersichtlich. Es steht ein knappes Impressum da, sonst nix. Keine Links, der Admin hat keinen Namen, das Design ist, wie auch von den Vorrednern erwähnt, ein WP Standardtheme, Content fehlt. Fakt, bitte jetzt nicht wieder irgendwelche Ausflüchte oder Versuche das zu relativieren; ist so und ist primär jetzt keine Anschuldigung.

    Aber IMHO bringt das nix. Vorausgesetzt den “Internetrat” wird es tatsächlich geben und vorausgesetzt er wird dann auch einen positiven Nutzen haben und von den Internetnutzern angenommen werden, muß das Ganze letztlich Hand und Fuß haben. Eine Webpräsenz aufzustellen die eigentlich aber nur eine Hülle ist ohne Inhalt, bringt nix. Da hätte gleich nur eine Banner mit “hier entsteht in kürze….” gereicht. IMHO wäre dies sogar besser, da dann jemand der auf die Seite kommt weiß, daß da was kommt, nicht aber etwas vorfindet, das niemandem etwas sagt.

    Ich bin sehr viel im Netz unterwegs und hätte diese Seite nicht nur puren Zufall meine Aufmerksamkeit irgendwie erhascht hätte ich sie binnen 5 Sekunden wieder weggeklickt.

    Nochmal, das ist kein flaming oder sonstwas auf das jetzt wieder “au’grührt” retourgepostet werden muß, seht es als konstruktive Kritik und seht zu, daß hier bald mal etwas zu sehen und zu lesen ist, mit dem der schnelle Internetsurfer auch etwas anfangen kann! Nicht nur Google liebt kontent, auch der Internetuser tut das.

    Und übrigens: Ja. Ein anderes Design MACHT ein Blog besser. Es hebt ein Blog hervor, begünstigt ggf. die Lesbarkeit und bietet ggf. nützliche Zusatz- und Suchfunktionen; zudem bietet es Wiedererkennungswert.

  • Gerne, Herr Internetrat-Rat. Probieren Sie es bitte wahlweise bei Symantec oder bei der NaCl-Administration (a.k.a. Salzamt). Aber sagen Sie bitte dazu, dass die Links zuvor die Form https://internetrat.at/?p=xxwww.your-server.de usw. hatten.
    Das kommt davon, wenn man mit einer zu heißen Nadel strickt, selbst wenn man ein alter Hase bzw. altes Schlitzohr ist 😈

    @ admin: Ja, ein anderes Design (nämlich überhaupt eines) macht das Blog besser, weil glaubwürdiger. Es lässt wenigstens irgendein committment vermuten. Auch angewandte technische Kompetenz erweist sich üblicherweise als der Glaubwürdigkeit förderlich.

    Und dann hätte ich bitte gerne eine Offenlegung, von wem (z.B. von welcher Stiftung) der Internetrat finanziert wird. Ich mein, immerhin hat das sogar der Herr Swoboda geschafft.

    Mehr Transparenz, meine Damenundherrn!

  • da d. says:

    Aye, ich frag mich auch was das soll. Da gibts jetzt einen Rat. Ist das ein Rat der ältesten? Der Weisen? Oder gar demokratisch? Wer oder was bestimmt diesen Rat? Welche Kompetenzen, welche Möglichkeiten hat dieser ausser der schriftlichen Verwarnung und eventuelle (finanziell aufwendige) Klagen?

    Was und wie will er überhaupt zensieren? Beziehungsweise selbst-zensieren?

    Welche Ethik bzw. Moral liegt diesem Rat zu Grunde?

    Alles Fragen, die (bis jetzt) anscheinend offen stehen. Würd mich alles interessieren, aber wenn sich hier ein Rätchen der Wenigen formiert, das ausgesprochen nicht demokratisch sein will – not interested, kthxbye.

  • admin says:

    S.g. Herr MacManiac,

    Sie haben völlig recht – da gibt es nichts zu relativieren. Ich hoffe, wir konnten mittlerweile danke des neuen Designs und der aktualisierten Informationen über die personelle Zusammensetzung des Rates Ihre wichtigsten Kritikpunkte vorerst einräumen. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben!

  • Ist das Satire? Dann ist es ganz originell.

  • ritchie says:

    Nein, mit der Ironie haben wir’s nicht so.

  • MacManiac says:

    Das dachte ich zuerst auch… 😯

  • Geh, seit wann? 😉

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