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	<title>Österreichischer Internetrat &#187; Selbsteingabe</title>
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	<description>Online-Ethik, Freiwillige Selbstkontrolle und Empfehlungen</description>
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		<title>Internetrat geht mit gutem Beispiel voran, verf&#252;gt erste Selbsteingabe, spricht Empfehlungen aus</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 16:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jana</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Selbsteingabe]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwar f&#246;rdert das Social Web in der Tendenz die Bereitschaft, alles und jedes was einem durch den Kopf geht auch zu ver&#246;ffentlichen &#8211; doch wer heute auf Twitter etc. noch frei von der Leber weg schreibt, der ist morgen Stammkunde beim Online-Reputation-Manager. Eines der Ziele des Internetrates ist es, Menschen darauf hinzuweisen, dass sie selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar f&#246;rdert das Social Web in der Tendenz die Bereitschaft, alles und jedes was einem durch den Kopf geht auch zu ver&#246;ffentlichen &#8211; doch wer heute auf Twitter etc. noch frei von der Leber weg schreibt, der ist morgen Stammkunde beim <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Online_reputation_management">Online-Reputation-Manager.</a> Eines der Ziele des Internetrates ist es, Menschen darauf hinzuweisen, dass sie selbst &#8211; im Verbund mit Webtechnologie &#8211; die gr&#246;&#223;ten Feinde der Online-Ethik sein k&#246;nnen. Schon bei der Selbstkonstitutierung setzte sich der Internetrat die Vorgabe, auch von Selbsteingaben nicht abzusehen. Blindheit auf dem Auge, das man auf sich selbst richtet, lohnt sich nicht!</p>
<p>Heute morgen &#228;u&#223;erte sich Gremiumsmitglied Jana Herwig &#252;ber die Frage der Sinnhaftigkeit des passiven Wahlrechts bei der EU-Wahl f&#252;r EU-Gegner. Nicht nur von einzelnen TwitterInnen wurde dieses Statement nicht goutiert &#8211; auch sie selbst musste nach n&#228;herer Betrachtung, wof&#252;r sie sich zuvor offensichtlich nicht die Zeit genommen hatte, einsehen, dass nun der Zeitpunkt f&#252;r die erste Selbsteingabe gekommen war. Der betreffende Tweet wurde eine halbe Stunde sp&#228;ter gel&#246;scht. </p>
<p><img src="http://internetrat.at/wp-content/uploads/2009/06/deletedretweet.png" alt="deleted retweet" title="deleted retweet" width="640" height="350" class="alignnone size-full wp-image-41" /></p>
<p>Eindrucksvoll zeigten sich die Gefahren des Social Web in der Tatsache, dass die Nachricht bereits ein St&#252;ck weiter um den Erdball gewandert, n&#228;mlich von einer anderen Twitter-Userin weiter geleitet worden war (&#8216;Re-Tweet&#8217;). Der Internetrat dankt der betreffenden Userin, dass sie sich an die Empfehlung des Internetrats gehalten und den Retweet ebenfalls gel&#246;scht hat.</p>
<p>Doch damit war nicht alle Gefahr gebannt: Die Nachricht eines <a href="http://twitter.com/mrwulf/status/2028047591">weiteren Users</a> offenbarte, dass Twitter die gel&#246;schte Nachricht noch immer im Zwischenspeicher hielt, und weiters dass ein weiterer User versucht hatte, durch bewusstes Auslassen des Twitternamens der Ersttwitterin zu verschleiern, dass er die Nachricht gegen die Empfehlung weiter zirkulierte hatte (nur zur Dokumentationszwecken wird das Suchergebnis hier noch einmal wieder gegeben).</p>
<p><img src="http://internetrat.at/wp-content/uploads/2009/06/searchresults.png" alt="search results" title="search results" width="640" height="350" class="alignnone size-full wp-image-42" /></p>
<p>Der Internetrat beschlie&#223;t die Selbsteingabe mit folgenden weiteren Empfehlungen:</p>
<p>An Twitter-User <a href="http://twitter.com/axel77">axel77</a>: wir empfehlen Ihnen, den betreffenden Tweet zu l&#246;schen!</p>
<p>An das <a href="http://twitter.com/">Twitter-Portal</a>: Gel&#246;scht ist gel&#246;scht, dem ist im Idealfall unverz&#252;glich nachzukommen! Die L&#246;schung zu verz&#246;gern beschneidet Internetuser in ihrem Recht zur informationellen Selbstbestimmung.</p>
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