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	<title>Österreichischer Internetrat &#187; Ermittlung</title>
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	<description>Online-Ethik, Freiwillige Selbstkontrolle und Empfehlungen</description>
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		<title>Internetrat ermittelt gegen PR-Ethik-Rat</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 12:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ritchie</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Public Relations]]></category>
		<category><![CDATA[Verfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Langenbucher]]></category>

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		<description><![CDATA[Der &#214;IR begr&#252;&#223;t als unabh&#228;ngiges und selbst-konstituiertes Gremium eine reichhaltige &#246;sterreichische Rats-Landschaft und freut sich grunds&#228;tzlich &#252;ber engagierte Kollegen, die sich lauthals Sorgen &#252;ber den Ethikverfall in der &#246;sterreichischen Medienlandschaft machen. Bet&#228;tigungsfelder gibt es mehr als genug, und in der zwielichtigen Welt der PR lauert hinter jeder Presse-Aussendung ein potentieller Ethikversto&#223; &#8211; insofern war die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der &#214;IR begr&#252;&#223;t als unabh&#228;ngiges und selbst-konstituiertes Gremium eine reichhaltige &#246;sterreichische Rats-Landschaft und freut sich grunds&#228;tzlich &#252;ber engagierte Kollegen, die sich lauthals Sorgen &#252;ber den Ethikverfall in der &#246;sterreichischen Medienlandschaft machen. Bet&#228;tigungsfelder gibt es mehr als genug, und in der zwielichtigen Welt der PR lauert hinter jeder Presse-Aussendung ein potentieller Ethikversto&#223; &#8211; insofern war die Gr&#252;ndung des &#246;sterreichischen Ethik-Rats f&#252;r Public Relations im Dezember 2008 mehr als &#252;berf&#228;llig. Durch einen Artikel in der Tageszeitung &#8220;Der Standard&#8221; stie&#223;en wir allerdings auf eine vermutete Kompetenz-Anma&#223;ung, die uns zwingt, genauere Nachforschungen anzustellen.</p>
<p>Eine gewisse strukturelle <a href="http://www.prethikrat.at/">&#196;hnlichkeit</a> mit dem Internetrat l&#228;sst sich keinesfalls verleugnen:</p>
<blockquote><p>Als Organ der freiwilligen Selbstkontrolle der heimischen PR-Fachleute &#252;berwacht der Ethik-Rat die Einhaltung ethischer Grunds&#228;tze in der &#214;ffentlichkeitsarbeit, untersucht Streitf&#228;lle, benennt Missst&#228;nde und zeigt Fehlverhalten auf.</p></blockquote>
<p>Wiewohl unterscheidet sich der &#214;IR vom PRER in einem wesentlichen Punkt: unser Verweisverfahren l&#228;uft vollkommen transparent ab, w&#228;hrend der PRER auf totale Undurchsichtigkeit setzt, wie der <a href="http://derstandard.at/fs/1244460715684/PR-Ethik-Rat-Klares-Deklarieren-von-Werbung-gefordert">Standard</a> berichtet:</p>
<blockquote><p>Seit der PR-Ethik-Rat Ende 2008 seine Arbeit aufgenommen hat, wurden schon zahlreiche Beschwerden wegen &#8220;mangelnder Abgrenzung von Werbung und redaktionellen Inhalten in verschiedenen Medien&#8221; an ihn herangetragen. [...] Die Beschwerden beziehen sich auf <strong>neun konkrete F&#228;lle</strong> [Hervorhebung durch den &#214;IR, eckige Klammer samt Inhalt ebenfalls]. Der Rat will aber keine Einzelf&#228;lle publik machen, da es sich um ein &#8220;branchenweites Problem&#8221; handle. Ratsvorsitzender Wolfgang Langenbucher, emeritierter Vorstand des Wiener Publizistik-Instituts: &#8220;Mit der neuen Vielfalt an Medien hat sich auch eine Vielfalt an neuen Werbeformen herausgebildet, bei denen die klare Unterscheidbarkeit von redaktioneller Berichterstattung und Werbung zunehmend verschwimmt.&#8221; Ob das mit Absicht geschehe oder nicht, sei unerheblich: &#8220;Wenn die Konsumenten get&#228;uscht werden, so untergr&#228;bt das auf Dauer die Glaubw&#252;rdigkeit der Medien, die dann ihre gesellschaftliche Aufgabe nicht mehr erf&#252;llen k&#246;nnen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Abgesehen von der Tatsache, dass totale Geheimhaltung nicht nur auf den ersten Blick der Mission &#8220;Missst&#228;nde benennen&#8221; und &#8220;Fehlverhalten aufzeigen&#8221; zu widersprechen scheint, war es vor allem der Rekurs auf die &#8220;neuen Werbeformen&#8221;, der uns sofort aufhorchen lie&#223; &#8211; Ununterscheidbarkeit von redaktionellem Content und Werbung, total massenmediale Disfunktionalit&#228;t (vgl. Ulrich Saxer u.&#228;.) &#8211; es gibt nur zwei M&#246;glichkeiten: Wolfgang Langenbucher bezieht sich offenbar entweder auf Teletext, das Internet oder beides.</p>
<p><strong>Der &#214;IR vermutet, dass sich mindestens einer der neun Verst&#246;&#223;e auf ein Online-Medium bezieht und damit (auch) unter die Zust&#228;ndigkeit des &#214;IR f&#228;llt.</strong> Wir fordern den PREthikrat daher dringend zur Zusammenarbeit auf, da nur eine Offenlegung des betreffenden Falles uns die allf&#228;llige Einleitung eines Verweisverfahrens erm&#246;glicht. Der Fall des &#8220;Kronenzeitungs-Leserbriefs&#8221; hat deutlich gezeigt, dass Informationen, sobald sie frei zug&#228;nglich im Internet stehen, nicht nur potentiell f&#252;r immer &#246;ffentlich zug&#228;nglich sind, sondern sich auch permanent der Gefahr der Verf&#228;lschung durch Weitergabe und anderen Risiken ausgesetzt sehen. Denn Dokumentation ist ein essentieller Bestandteil l&#252;ckenloser Aufkl&#228;rung und in ihrer beispielgebenden Wirkung ein unverzichtbarer Motor effektiver freiwilliger Selbstkontrolle.</p>
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