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	<title>Österreichischer Internetrat &#187; Eingaben</title>
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	<description>Online-Ethik, Freiwillige Selbstkontrolle und Empfehlungen</description>
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		<title>Empfehlung des Internetrats an die Krone Multimedia GmbH &amp; Co KG (Eingabe #OEIR-KRO-06-06-09)</title>
		<link>http://internetrat.at/2009/empfehlung-des-internetrats-an-die-krone-multimedia-gmbh-co-kg-eingabe-oeir-kro-06-06-09/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 11:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eingaben]]></category>
		<category><![CDATA[Krone]]></category>
		<category><![CDATA[Krone Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[ÖIR]]></category>
		<category><![CDATA[Online Reputation]]></category>
		<category><![CDATA[Österreichischer Internetrat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Eingabe mit der Bearbeitungsnummer #OEIR-KRO-06-06-09 wurde am 5. Juni 2009 get&#228;tigt und ger&#228;t heute, 6. Juni 2009, zur Beschlussfassung. Die Person, die die Eingabe t&#228;tigte, hat ihre Identit&#228;t dem Internetrat via Eingabesystem bekannt gegeben. Eine De-Anonymisierung der eingebenden Person ist aus Sicht des Internetrats nicht notwendig. Als Schuldiger des Ethikversto&#223;es (Kategorie: sicherer Ethikversto&#223;, selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Eingabe mit der Bearbeitungsnummer #OEIR-KRO-06-06-09 wurde am 5. Juni 2009 get&#228;tigt und ger&#228;t heute, 6. Juni 2009, zur Beschlussfassung. Die Person, die die Eingabe t&#228;tigte, hat ihre Identit&#228;t dem Internetrat via Eingabesystem bekannt gegeben. Eine De-Anonymisierung der eingebenden Person ist aus Sicht des Internetrats nicht notwendig.</p>
<p>Als Schuldiger des Ethikversto&#223;es (Kategorie: sicherer Ethikversto&#223;, selbst beobachtet) angegeben wurde die Kronen-Zeitung, als Anlass der Eingabe wurde angegeben (Auszug):</p>
<blockquote><p>Ich pers&#246;nlich finde es gef&#228;hrlich, wenn Medien Kosten-Nutzen-Berechnungen von behinderten Menschen publizieren (und wie in diesem Fall) gro&#223; verbreiten.</p></blockquote>
<p>Zur Unterst&#252;tzung der Argumentation wurde folgende URL mitgeliefert: </p>
<p><a href="http://www.krone.at/krone/S99/object_id__146217/hxcms/index.html">http://www.krone.at/krone/S99/object_id__146217/hxcms/index.html</a>. </p>
<p>Diese gibt der Internetrat zu Dokumentationszwecken wie folgt im Screenshot wieder:</p>
<p><img src="http://internetrat.at/wp-content/uploads/2009/06/oeir-kro-06-06-09.png" alt="#oeir-kro-06-06-09" title="#oeir-kro-06-06-09" width="608" height="596" class="alignnone size-full wp-image-66" /></p>
<p>Der Internetrat kommt vermittels seiner ethischen Medienkompetenz zu folgender Argumentation:</p>
<p>Zun&#228;chst ist festzuhalten, dass Ethikverst&#246;&#223;e in Printmedien nicht in den unmittelbaren Zust&#228;ndigkeitsbereich des Internetrats fallen (Es sei an dieser Stelle aber auf die M&#246;glichkeit verwiesen, gegen eine <a href="http://pressetext.at/news/090527024/oesterreich-bekommt-neuen-medienrat/">Geb&#252;hr von 700 €</a> eine Eingabe beim <a href="http://www.medienrat.at/">Medienrat</a> zu t&#228;tigen, der sich als Organ &#252;ber s&#228;mtliche Mediengattungen hinweg versteht und dem es nicht um juristische Kontrolle, sondern Ethik und journalistische Sorgfaltspflicht geht.) </p>
<p>Als sich niederschwellig verstehendes Selbstkontrollorgan l&#228;sst es sich der Internetrat jedoch nicht nehmen, auf die internetspezifischen Aspekte des Ethikversto&#223;es zu verweisen und h&#228;lt hiermit fest:</p>
<p>Im gegebenen Fall wurde die Aussage einer Person (C.W. aus L.) im Internet zug&#228;nglich gemacht. In dieser Aussage machte C.W. die Frage, ob die eine oder die andere Politikerin im Parlament t&#228;tig werden solle, abh&#228;ngig von der An- oder Abwesenheit einer Behinderung, und stellte Behinderung in diesem Zusammenhang als Belastung, da Kostenfaktor dar.</p>
<p>Zu einem sp&#228;teren, gereifteren Zeitpunkt in seinem Leben wird C.W. diese Aussage sicher noch einmal bereuen. H&#228;tte er sie blo&#223; am Stammtisch ge&#228;u&#223;ert, oder eben in einem Leserbrief an die Kronen-Zeitung <em>vor dem Internetzeitalter</em>, so w&#228;re diese schnell wieder vergessen gewesen, abgesackt, aus der Welt. </p>
<p>Jetzt aber kommt alles anders: Wer immer nach C.W. aus L. sucht, <a href="http://www.google.at/search?q=%22Christian+Weber%2C+Lutzmannsburg%22">wird diesen Artikel finden</a>.  Und wer wei&#223; was passieren wird: Vielleicht wird dies C.W. noch einmal den Job kosten? Und wer ist dann schuld? Die Krone Multimedia GmbH und Co KG!</p>
<p><strong>Die Empfehlung des Internetrats an die Krone Multimedia GmbH und Co KG lautet somit:</strong></p>
<p>Quod licet iovi, no licet bovi! Was in der Kronen-Zeitung (Print) niemanden interessiert, weil man diese sowieso nur zum Ofenanfeuern verwendet, das wird online schnell zum Bumerang. Was h&#252;ben als &#8220;Freies Wort&#8221; erscheint, das r&#228;cht sich dr&#252;ben. Daher, liebe Kronen-Zeitung: Keine Leserbriefe mehr online ver&#246;ffentlichen! Nie wieder Medienkonvergenz! Jedenfalls nicht, bevor die Krone ihre Kampagne zur Freiwilligen Ethischen Selbstkontrolle gestartet hat, die sich dann sicher auch auf die Leserschaft auswirken wird.</p>
<p>Die Empfehlung wurde der Krone Multimedia Gmbh &#038; Co KG per Kommentar zugestellt &#8211; diese Zustellung ist einsehbar unter (hinunter scrollen):</p>
<p><a href="http://www.krone.at/krone/S99/object_id__146217/hxcms/index.html">http://www.krone.at/krone/S99/object_id__146217/hxcms/index.html</a></p>
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		<title>Internetrat geht mit gutem Beispiel voran, verf&#252;gt erste Selbsteingabe, spricht Empfehlungen aus</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 16:07:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jana</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eingaben]]></category>
		<category><![CDATA[Eingabe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsteingabe]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstand]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar f&#246;rdert das Social Web in der Tendenz die Bereitschaft, alles und jedes was einem durch den Kopf geht auch zu ver&#246;ffentlichen &#8211; doch wer heute auf Twitter etc. noch frei von der Leber weg schreibt, der ist morgen Stammkunde beim Online-Reputation-Manager. Eines der Ziele des Internetrates ist es, Menschen darauf hinzuweisen, dass sie selbst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar f&#246;rdert das Social Web in der Tendenz die Bereitschaft, alles und jedes was einem durch den Kopf geht auch zu ver&#246;ffentlichen &#8211; doch wer heute auf Twitter etc. noch frei von der Leber weg schreibt, der ist morgen Stammkunde beim <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Online_reputation_management">Online-Reputation-Manager.</a> Eines der Ziele des Internetrates ist es, Menschen darauf hinzuweisen, dass sie selbst &#8211; im Verbund mit Webtechnologie &#8211; die gr&#246;&#223;ten Feinde der Online-Ethik sein k&#246;nnen. Schon bei der Selbstkonstitutierung setzte sich der Internetrat die Vorgabe, auch von Selbsteingaben nicht abzusehen. Blindheit auf dem Auge, das man auf sich selbst richtet, lohnt sich nicht!</p>
<p>Heute morgen &#228;u&#223;erte sich Gremiumsmitglied Jana Herwig &#252;ber die Frage der Sinnhaftigkeit des passiven Wahlrechts bei der EU-Wahl f&#252;r EU-Gegner. Nicht nur von einzelnen TwitterInnen wurde dieses Statement nicht goutiert &#8211; auch sie selbst musste nach n&#228;herer Betrachtung, wof&#252;r sie sich zuvor offensichtlich nicht die Zeit genommen hatte, einsehen, dass nun der Zeitpunkt f&#252;r die erste Selbsteingabe gekommen war. Der betreffende Tweet wurde eine halbe Stunde sp&#228;ter gel&#246;scht. </p>
<p><img src="http://internetrat.at/wp-content/uploads/2009/06/deletedretweet.png" alt="deleted retweet" title="deleted retweet" width="640" height="350" class="alignnone size-full wp-image-41" /></p>
<p>Eindrucksvoll zeigten sich die Gefahren des Social Web in der Tatsache, dass die Nachricht bereits ein St&#252;ck weiter um den Erdball gewandert, n&#228;mlich von einer anderen Twitter-Userin weiter geleitet worden war (&#8216;Re-Tweet&#8217;). Der Internetrat dankt der betreffenden Userin, dass sie sich an die Empfehlung des Internetrats gehalten und den Retweet ebenfalls gel&#246;scht hat.</p>
<p>Doch damit war nicht alle Gefahr gebannt: Die Nachricht eines <a href="http://twitter.com/mrwulf/status/2028047591">weiteren Users</a> offenbarte, dass Twitter die gel&#246;schte Nachricht noch immer im Zwischenspeicher hielt, und weiters dass ein weiterer User versucht hatte, durch bewusstes Auslassen des Twitternamens der Ersttwitterin zu verschleiern, dass er die Nachricht gegen die Empfehlung weiter zirkulierte hatte (nur zur Dokumentationszwecken wird das Suchergebnis hier noch einmal wieder gegeben).</p>
<p><img src="http://internetrat.at/wp-content/uploads/2009/06/searchresults.png" alt="search results" title="search results" width="640" height="350" class="alignnone size-full wp-image-42" /></p>
<p>Der Internetrat beschlie&#223;t die Selbsteingabe mit folgenden weiteren Empfehlungen:</p>
<p>An Twitter-User <a href="http://twitter.com/axel77">axel77</a>: wir empfehlen Ihnen, den betreffenden Tweet zu l&#246;schen!</p>
<p>An das <a href="http://twitter.com/">Twitter-Portal</a>: Gel&#246;scht ist gel&#246;scht, dem ist im Idealfall unverz&#252;glich nachzukommen! Die L&#246;schung zu verz&#246;gern beschneidet Internetuser in ihrem Recht zur informationellen Selbstbestimmung.</p>
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